Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach

Pflegekonzepte

Die hier aufgeführten Konzepte sind das Ergebnis intensiver Auseinandersetzung unserer pflegerischen Experten mit den verschiedenen unten aufgeführten Themen, um unsere Arbeit systematisch, fundiert und effektiv zu gestalten. Wir überprüfen unsere Konzepte mit den gemeinsam festgelegten Qualitätskriterien und führen Verbesserungen durch wo es notwendig ist. Alle Konzepte orientieren sich an unserer Pflegepolitik und unserem Pflegeverständnis.

Basale Stimulation

Basale Stimulation versteht sich nicht als Methode oder Technik, sondern als ein Konzept, das nach festen Grundsätzen das Handeln der Akteure bestimmt. Die Förderung der Entwicklungsbereiche Fähigkeit zur Bewegung, zur Wahrnehmung, zur Sozialerfahrung, zur Kognition und Kommunikation stehen im Zentrum des Konzeptes und sind ein Bestandteil in unserem Pflegeprozess.

Bobath-Konzept 

Das Bobath-Konzept beinhaltet keine vorgeschriebenen Pflegetechniken, Methoden oder Übungen, sondern berücksichtigt die individuellen Möglichkeiten des Patienten und bezieht ihn unter Anwendung einiger Prinzipien in der Pflege und Therapie mit ein. Damit die von Berta Bobath beobachtete Plastizität des Gehirns, die „Umleitungen“ der Leistungen zerstörter Areale in gesunde Areal, z.B. nach einem Schlaganfall, so schnell wie möglich gefördert wird, beginnen wir die Pflegeprinzipien mit dem Patient schon zum frühstmöglichen Zeitpunkt.

Bereichspflege 

Unser Verständnis von Bereichspflege sieht die Organisation der Pflege durch Aufteilung des Gesamtpflegebereichs einer Station in Areale von mehreren Zimmern vor. Dies ist die Grundlage dafür, dass eine Pflegeperson pro Schicht als fester Ansprechpartner für alle patientenbezogenen allgemeinen und speziellen Pflegehandlungen im Rahmen des Pflegeprozesses verantwortlich ist.

Bezugspflege

Im Bereich der Psychosomatik hat die individuelle und die an Personen orientierte Pflege einen besonders hohen Stellenwert. Um mit unseren Patienten Alltagssituationen wie die Kontaktaufnahme oder die Bewältigung von Konflikt- bzw. Angstsituationen zu trainieren, wurde das Bezugspflegekonzept entwickelt. Kernelement des Konzeptes ist eine feste Bezugsperson während des stationären Aufenthalts des Patienten.

Case Management 

Das Case Management im Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach verfolgt 2 Hauptziele

Optimierte Prozesssteuerung
1. Hier ist in erster Linie das Belegungsmanagement zu nennen mit Terminierung / Koordinierung im Aufnahmeprozess sowie Harmonisierung der Belegung durch eine frühzeitige Entlassungsplanung.
2. Ergänzend hierzu begleiten die Case Manager die stationären Bereiche in der internen Prozesssteuerung, d.h. in der Steuerung der Abläufe.

Abbildung der stationären Leistungen im DRG-System
Die Codierung wird in unseren Standorten flächendeckend vom Case Management übernommen, somit ist eine einheitliche, vollständige, zeitnahe Abbildung unserer Leistungen sichergestellt. Die Zielerreichung wird regelmäßig anhand von Kennzahlen controllt.

Dekubitusmanagement 

Auf der Grundlage der Aussage des Expertenstandards (Dekubitusprophylaxe in der Pflege) „Jeder dekubitusgefährdete Patient erhält eine Prophylaxe, die die Entstehung eines Dekubitus verhindert“ wurden an unserem Klinikum die Vorgaben des Expertenstandards (DNQP) umgesetzt und die damit verbundenen Prozesse aktiv betrieben sowie die Ergebnisqualität regelmäßig evaluiert.

Kinästhetik

In unserem Klinikum wird das Bewegungskonzept Kinästhetik als Lehr- und Lernsystem angewandt. Unser Kinästhetik-Trainer führt strukturiert Anleitungen auf den Stationen durch, die dem Anwender ermöglichen die notwendige Bewegungskompetenz weiterzuentwickeln, um gezielte und individuelle Unterstützung anzubieten. Kinästhetik ist damit ein wichtiger Schritt in Richtung Förderung der Gesundheitsentwicklung von Patienten und Gesundheitspersonal.

Pflegestandards 

Mit den Pflegestandards wird die allgemein gültige Pflegequalität in unserem Klinikum festgelegt. Sie basieren auf dem aktuellen pflegewissenschaftlichen und medizinischen Wissensstand, „the state of the art“, und übersetzen diesen praxisnah in den örtlich gegebenen Rahmen.

Pflegevisiten 

Eine spezielle Form von Audits, die Pflegevisiten, stellen einen wichtigen Baustein dar, um die Arbeit mit unseren Instrumenten und Konzepten gemeinsam zu reflektieren. Ziel ist es, im kollegialen Dialog strukturierte Verbesserungsmöglichkeiten herauszuarbeiten, entsprechende Maßnahmen abzuleiten und deren Wirksamkeit zu prüfen.

Reflektionsgespräch

Die kritische Auseinandersetzung mit unserer fachlichen Arbeit und der Beziehungsarbeit zu unseren Patienten erfolgt im Reflexionsgespräch. Dieses Element der Qualitätsentwicklung ist strukturiert in den Tagesablauf der Stationsteams eingebunden und wird durch die jeweilige Schichtführung bzw. die Stationsleitung moderiert.

Stomamanagement 

Die Qualität der Patientenversorgung im Bereich der Stomatherapie orientiert sich am aktuellen Stand der Wissenschaft. Eine Pflegeexpertin für Stoma, Inkontinenz und Wunde sorgt für ein einheitliches Vorgehen anhand des erarbeiteten Konzeptes, welches Vorgaben dokumentiert und Prozessoptimierung sichert durch regelmäßige Evaluation.

Sturzmanagement 

An unserem Klinikum wird angelehnt an die Aussage des Expertenstandards (Sturzprophylaxe) „Jeder sturzgefährdete Patient mit einem erhöhtem Sturzrisiko, erhält eine Sturzprophylaxe, die Stürze verhindert oder die Sturzfolgen minimiert“ aktiv betrieben. Hierzu wurden die Vorgaben des Expertenstandards (DNQP) umgesetzt und die damit verbunden Prozesse aktiv betrieben sowie die Ergebnisqualität regelmäßig evaluiert.

Übergabe mit dem Patienten

Unsere Mittagsübergabe findet gemeinsam mit unseren Patienten statt. Das ist für uns wichtig um unseren Patienten die Möglichkeit zu geben, sich mit Ihren Bedürfnissen und Erfahrungen in den Pflegeprozess mit einzubringen und gemeinsam über die durchgeführte Pflege beraten zu können. Organisatorische Informationen werden vorab kurz innerhalb des Teams ausgetauscht.

Wundmanagement 

Die Basis der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden an unserem Klinikum ist die Zielsetzung des Expertenstandards (Pflege von Menschen mit chronischen Wunden) „Jeder Patient mit einer Wunde (z.B. Dekubitus, Ulcus cruris) bekommt eine pflegerische Versorgung“. Dazu wurden die Vorgaben des Expertenstandards (DNQP) umgesetzt und die sich daran anschließenden Prozesse aktiv betrieben sowie die Ergebnisqualität regelmäßig evaluiert.