Qualitätspolitik im Gesundheitswesen ist in aller Munde und wird vom Gesetzgeber für die Kliniken eingefordert. Mit der Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems haben wir die Vorgaben des Gesetzgebers umgesetzt.
Das Qualitätsmanagement-System des Ortenau Klinikums Offenburg-Gengenbach orientiert sich am strategischen Rahmenwerk, dessen Perspektiven in Verbindung mit dem Leitbild zu fünf Säulen der Qualitätspolitik zusammengefasst wurden: Maximalversorgung/Beste Medizin, Beste Pflege, Patienten-/Kundenorientierung, Mitarbeiterorientierung und Wirtschaftliche Verantwortung. Für jede der fünf Säulen werden Strategien und Ziele formuliert.
Einmal jährlich bewertet das Qualitätsgremium die Umsetzung und den Erreichungsgrad der Ziele. Daraus ergibt sich ein jährlicher Maßnahmenkatalog mit neuen Qualitätsprojekten.
Die Klinikleitung trägt die Gesamtverantwortung für das Qualitätsmanagement. Sie wird dabei von Mitarbeitern in Stabsstellenfunktionen mit den Schwerpunkten Qualitätsmanagement-Koordination, Medizincontrolling und OP-Koordination unterstützt. Die zentrale Steuerung der von der Klinikleitung erteilten Projektaufträge liegt in der Verantwortung des Qualitätsgremiums. Dieses setzt sich aus zwei Oberärzten, einem Vertreter der Pflegedienstleitung, der stellvertretenden Verwaltungsdirektorin und der Qualitätsmanagementbeauftragten zusammen.
In jeder Betten führenden Abteilung gibt es je einen qualitätsbeauftragten Arzt und eine qualitätsbeauftragte Pflegekraft. In allen anderen Abteilungen ist der Abteilungsleiter in Personalunion auch Qualitätsbeauftragter.
Ziel ist es, alle Bereiche sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ortenau Klinikums Offenburg-Gengenbach einzubinden und somit eine kontinuierliche Verbesserung zu gewährleisten.
Instrumente des Qualitätsmanagements sind unter anderem das Beschwerdemanagement, Patienten-, Mitarbeiter- und Niedergelassenen-Befragungen mit externen Bewertungen, interne Audits sowie die Beteiligung an Benchmarks. Auf dieser Grundlage wird das Verbesserungspotenzial analysiert, gewichtet und Projekte werden initiiert. Weitere Qualitätsbewertungen erfolgen durch die Erhebung von Statistiken, zum Beispiel zur Sturz- oder Wundliegevorsorge.