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Ortenau Klinikum stellt Jahresabschluss 2019 vor

Rund 76.500 Patienten wurden im Jahr 2019 stationär behandelt

Das Ortenau Klinikum hat gestern in einer Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Kliniken des Ortenaukreises seinen Jahresabschluss 2019 vorgestellt. Das Gremium empfahl dem Kreistag mit großer Mehrheit den Jahresabschluss 2019 in seiner nächsten Sitzung festzustellen.

Wie bereits im Anfang Juli verabschiedeten Nachtragswirtschaftsplan 2020 angekündigt, weist das Jahresergebnis 2019 einen Verlust von rund 18,4 Millionen Euro aus. Zugleich konnte das Ortenau Klinikum seinen Umsatz um rund 12 Prozent auf rund 403,4 Millionen Euro steigern. Die Investitionen des Ortenau Klinikums belaufen sich für 2019 auf rund 21 Millionen Euro.

Das Jahresergebnis erläuterte Ortenau Klinikum Geschäftsführer Christian Keller vor dem Hintergrund der nach wie vor unzureichenden Krankenhausfinanzierung in Deutschland. Auch für 2019 hätten die vom Gesetzgeber festgelegten Budgeterhöhungen von 2,49 Prozent nicht ausgereicht, um allein die Tariferhöhungen von 2,83 Prozent auszugleichen. „Wie viele andere Kliniken auch, hat das Ortenau Klinikum mit den schwierigen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser zu kämpfen. Das Spannungsfeld zwischen einer nicht auskömmlichen Krankenhausfinanzierung in Deutschland, einer zunehmenden medizinischen Spezialisierung und einem sich verschärfenden Fachkräftemangel lässt auch für die kommenden Jahre deutliche Verluste erwarten“, betonte Keller. Diese voraussichtliche Entwicklung unterstreiche die Notwendigkeit, die eingeleitete Zukunftsplanung Agenda 2030 für das Ortenau Klinikum konsequent umzusetzen.

Positiv bewertete der Klinik-Geschäftsführer die im Rahmen des Zukunftsprogramms Krankenhäuser beschlossenen zusätzlichen Finanzierungshilfen des Bundes in Höhe von drei Milliarden Euro. Die vor allem für den Ausbau der digitalen Infrastruktur und für moderne Notfallkapazitäten vorgesehenen Mittel könne das Ortenau Klinikum gut investieren. Keller begrüßte die Aussage des Ministers für Soziales und Integration, Manfred Lucha, dass das Land Baden-Württemberg sich mit einer Cofinanzierung an dem Programm beteiligen und die Finanzhilfen in Baden-Württemberg aufstocken wolle.

Während das Patientenaufkommen im Ortenau Klinikum 2019 mit 76.500 stationären Patienten entsprechend dem Bundestrend leicht gesunken ist, lag die Zahl der ambulanten Operationen mit 10.043 weitgehend konstant. Unverändert hoch ist mit fast 90 Prozent die Zahl der Menschen im Ortenaukreis, die sich bei einer notwendigen Krankenhausbehandlung für das Ortenau Klinikum entscheiden.

Als wichtigster Arbeitgeber im Ortenaukreis beschäftigte das Ortenau Klinikum im vergangenen Jahr über 5.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch 2019 bildete der Klinikverbund mit seinen drei Bildungszentren für Gesundheits- und Pflegeberufe und seiner Beteiligung am Ökumenischen Institut für Pflegeberufe in der Ortenau wie auch in vielen anderen Klinikbereichen deutlich über 400 Auszubildende aus. „Aufgrund der umfangreichen fachlichen Expertise der Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte sowie Therapeuten und Therapeutinnen und weiterer Berufsgruppen ist es uns möglich, Spitzenmedizin auf qualitativ höchstem Niveau zu gewährleisten“, unterstrich der Geschäftsführer. So habe das Ortenau Klinikum auch 2019 den Personalbereich stabil gehalten und die Zahl der Vollstellen um 23 leicht im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Weitere Informationen im Internet: Der Geschäftsbericht 2019 des Ortenau Klinikums kann im Internet unter www.ortenau-klinikum.de heruntergeladen werden.

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