Ortenau Klinikum in Offenburg erneut als Kompetenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie ausgezeichnet

Ortenau Klinikum in Offenburg erneut als Kompetenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie ausgezeichnet

Hohe Kompetenz bei schonenden Operationstechniken nachgewiesen / Klinik arbeitet mit Da-Vinci-Operationssystem der neuesten Generation

Die Fachklinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Ortenau Klinikum in Offenburg ist kürzlich erneut als Kompetenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie ausgezeichnet worden. Damit bescheinigt die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) der von den beiden Chefärzten Professor Dr. Uwe Pohlen und Dr. Bernhard Hügel geleiteten Fachklinik, im Bereich besonders schonender Operationstechniken nach höchsten chirurgischen Qualitätsstandards zu arbeiten. Das Zertifikat wird von der DGAV nach regelmäßigen Audits mit Qualitätskontrollen verliehen. 2013 war die Fachklinik erstmals als erstes Kompetenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie im südbadischen Raum zertifiziert worden. Landesweit existieren derzeit elf spezialisierte Zentren mit diesem Zertifizierungsgrad.

"Durch die erneute Zertifizierung werden unsere jahrelange Praxis und Erfahrung sowie unsere ständigen Bemühungen im Bereich der minimal-invasiven Chirurgie zum Wohl einer besseren Patientenversorgung gewürdigt und bestätigt", freuen sich die beiden Chefärzte. Mit der minimal-invasiven Chirurgie, vereinfacht auch als "Schlüsselloch-Chirurgie" bezeichnet, hat sich einer der wohl größten medizinischen Fortschritte der vergangenen Jahre vollzogen. Hierbei verzichtet der Arzt auf große Schnitte und operiert mit Hilfe einer kleinen Kamera und hauchdünnem Hochpräzisions-Besteck. Für die Patienten hat das viele Vorteile: Die Operationswunde ist klein, heilt schneller und es bilden sich kaum sichtbare Narben. Zudem sind die Schmerzen nach einer Operation deutlich geringer und die Patienten gewinnen ihre Aktionsfähigkeit schneller und umfangreicher zurück.

In der Chirurgischen Klinik am Ortenau Klinikum in Offenburg wird die innovative Operationstechnik inzwischen im gesamten operativen Spektrum eingesetzt, sowohl stationär als auch ambulant. "Wir setzen modernste, sehr sanfte Operationsverfahren ein: minimal-invasiv, laparoskopisch und endoskopisch", so die Chefärzte.

Das minimal-invasive operative Spektrum umfasst neben den gängigen Eingriffen an der Gallenblase und dem Blinddarm in breitem Umfang auch Operationen von Leistenbrüchen, Magenoperationen bei Übergewichtigen, Dick- und Enddarmkrebs sowie gutartige Befunde des Dickdarmes.

Dies betrifft sowohl bösartige und gutartige Tumore als auch chronische entzündliche Erkrankungen, Überfunktionen oder auch die Refluxerkrankung mit Sodbrennen. Bei manchen Eingriffen etwa an der Galle oder beim Leistenbruch werden bereits 95 Prozent aller Operationen minimal-invasiv durchgeführt.

Viele minimal-invasiven Eingriffe beispielsweise in der Darmchirurgie oder der Adipositaschirurgie werden mit Hilfe des Da-Vinci-Operationssystems durchgeführt. Die Operateure der Fachklinik arbeiten bereits seit vielen Jahren mit dem System und verfügen seit Mitte 2022 über ein Gerät der neusten Generation. Der Operationsroboter nimmt dabei nicht eigenständig Schnitte vor, sondern führt die Anweisungen des Operateurs mit sehr großer Präzision aus oder schützt bei einer Tumoroperation gesundes Gewebe.

Für die Zertifizierung konnte die Fachklinik die für den Nachweis des Behandlungserfolgs erforderlichen Kriterien erfolgreich nachweisen. Dazu zählen beispielsweise die Mindestmenge an durchgeführten komplexen laparoskopischen Operationen, die Expertise der Operateure, die Infrastruktur und die hohe Behandlungsqualität. Und schließlich erfüllt die Klinik auch die Voraussetzung einer intensiven Kooperation mit anderen Fachkliniken. So arbeiten die Chirurgen sehr eng mit der Gastroenterologie im Viszeralmedizinischen Zentrum, dem Darmzentrum sowie weiteren Fachkliniken und Zentren im Verbund des Ortenau Klinikums zusammen.

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Doppelporträt: Professor Uwe Pohlen und Dr. Bernhard Hügel
Freuen sich über die erneute Auszeichnung: (v.l.) Chefärzte Professor Dr. Uwe Pohlen und Dr. Bernhard Hügel. Bild: Ortenau Klinikum/Iris Rothe

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