Weltnichtrauchertag: Tabakkonsum bei Jugendlichen deutlich zurückgegangen

Weltnichtrauchertag: Tabakkonsum bei Jugendlichen deutlich zurückgegangen

Motto des diesjährigen Aktionstages am 31. Mai in Deutschland: „Save (y)our Future. #LebeRauchfrei“ / Starker Wille und große Motivation Voraussetzung für Sucht-Ausstieg

An den Folgen des Rauchens sterben in Deutschland jedes Jahr weit mehr als 100.000 Menschen aufgrund von Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und verschiedenen Krebserkrankungen. Um auf die Gefahren des Rauchens hinzuweisen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den 31. Mai zum Weltnichtrauchertag ausgerufen. Der Aktionstag steht in diesem Jahr in Deutschland unter dem Motto „Save (y)our Future. #LebeRauchfrei“.

„Insgesamt ist ein Trend zu geringerem Rauchverhalten bei Erwachsenen festzustellen“, so Professor Dr. Andreas Joos, Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Ortenau Klinikum in Lahr. Dennoch rauche weiterhin fast jeder vierte Erwachsene, darunter ein Drittel starke Raucher mit über 20 Zigaretten am Tag. „Erfreulicherweise ist der Tabakkonsum bei Jugendlichen deutlich zurückgegangen, von fast 30 auf unter zehn Prozent in den vergangenen 20 Jahren“, berichtet Joos.

Oft hänge die Sucht mit emotionalen Ursachen zusammen. „Viele Menschen greifen bei negativen Gefühlen zur Zigarette, insbesondere bei Stress“, so Joos. Aber auch bei positiven Momenten empfänden manche Menschen durch die Zigarette weitere Entspannung. „Häufig verfestigen und verselbstständigen sich dann solche Verhaltensmuster.“

Oft wird dies erst nach einigen Jahren anhand gesundheitlicher Probleme klinisch faßbar und für den Betroffenen spürbar. Raucherhusten, Schäden im Nervensystem, Herzkrankheiten, Kreislaufprobleme, mangelnde Durchblutung, Nervosität und ein angeschlagenes Immunsystem sind beispielsweise Folgeerkrankungen auf dem Weg zu noch schlimmeren Krankheiten, die durch das Rauchen verursacht werden.

Eine häufige, schwere Erkrankung ist der Lungenkrebs. Zwei Drittel der Fälle sind auf das Rauchen zurückzuführen. Die Erkrankung ist mit weltweit über einer Millionen Toten pro Jahr die häufigste Krebs-Todesursache. „Eine erfolgreiche Behandlung hänge von vielen verschiedenen Faktoren wie dem Ausbreitungsstadium, der Gewebeeigenschaft des Tumors, der Größe, der Gewebeart und der Streuung des Tumors ab“, berichtet Dr. Dominik Mueller-Arnecke, Oberarzt am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl. Im Lungenzentrum Ortenau werden Tumorerkrankungen der Lunge in enger Zusammenarbeit mit weiteren Fachkliniken wie der Kardiologie, der Pneumologie, der Onkologie oder der Intensivmedizin behandelt.

„Wenn der Tumor von Größe und Ausdehnung begrenzt ist und der Patient die lungenfunktionellen Reserven hat, kann man den Tumor mit sämtlichen regionären Lymphknoten chirurgisch entfernen“, so der Facharzt. So erreiche man die besten Heilungschancen. In manchen Fällen müsse eine Chemotherapie und/oder eine Strahlentherapie angeschlossen werden.

Wer aus der Sucht austeigen will, brauche vor allem einen starken Willen und große Motivation, betont Professor Joos. Dabei sei es sinnvoll, sich positive Aspekte wie bessere Leistungsfähigkeit und weniger finanzielle Ausgaben vor Augen zu führen. Auch Nikotinersatzstoffe sowie allgemein Lebensstiländerungen mit vermehrt Sport und Bewegung sowie Entspannung könnten ein Ende der Sucht begünstigen.

 

 

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Dr. Dominik Mueller-Arnecke Bild: Ortenau Klinikum/ Sandra Fahlke

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