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Kreistag stimmt für Fusion der Bildungszentren für Pflegeberufe

Starker Leistungspartner für Auszubildende, Ausbildungsstätten sowie Kooperations- und Verbundpartner in der Ortenau schafft Synergien für Pflegeausbildung

Ortenau Klinikum: Andreas Heck

Um die Ausbildung in den Pflegeberufen im Ortenaukreis weiter zu stärken, werden das gemeinsam vom Paul-Gerhardt-Werk e.V. und dem Ortenaukreis getragene „Ökumenische Institut für Pflegeberufe in der Ortenau gGmbH“ (ÖKI) und die drei Bildungszentren der Ortenau Kliniken in Achern, Lahr und Offenburg zum 1. Januar 2021 fusionieren. Nachdem bereits der Verwaltungsrat des Paul-Gerhardt-Werk e.V. Mitte Juni grünes Licht gegeben hat, stimmte heute auch der Kreistag des Ortenaukreises dem Vorhaben nahezu einstimmig zu.

„Ich freue mich über diesen wichtigen Impuls für die Stärkung der Pflegeausbildung in der Ortenau. Die vier Einrichtungen ergänzen sich optimal. So schaffen wir positive Synergien für die Auszubildenden und die Versorgung mit Pflegefachkräften für unser Ortenau Klinikum wie auch viele andere Gesundheits- und Altenpflegeeinrichtungen in unserer Region“, betonte Landrat Frank Scherer nach der Entscheidung des Kreistages. Auch Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller begrüßte das positive Votum: „Mit der Schaffung eines starken Bildungspartners steigern wir die Attraktivität der Pflegeausbildung und setzen unsere Bemühungen geben die Auswirkungen des allgemeinen Fachkräftemangels fort.“ Die neue Bildungseinrichtung, die den Namen „Akademie für Pflege und Gesundheit Ortenau gGmbH, Berufsfachschule für Pflege“ erhalten soll, biete vor allem vor dem Hintergrund des zum Jahresanfang in Kraft getretenen neuen Pflegeberufegesetzes zahlreiche Vorteile.

Die Reform der Pflegeausbildung sieht insbesondere die Zusammenführung der Pflegeausbildung in der Altenpflege und der Gesundheits- und Krankenpflege vor. Alle Auszubildenden erhalten nunmehr zwei Jahre eine generalisierte Pflegeausbildung. Im dritten Jahr können die Auszubildenden wählen, ob sie weiterhin einen allgemeinen Abschluss der Ausbildung als Pflegefachmann/Pflegefachfrau anstreben oder eine gesonderten Abschluss in der Altenpflege oder in der Gesundheits- und Krankenpflege.

Alle Einrichtungen sind bisher jeweils auf einen Schwerpunkt der künftig generalisierten Pflegeausbildung spezialisiert. So absolvierten 2019 am ÖKI rund 720 Schülerinnen und Schüler eine Ausbildung hauptsächlich in der Altenpflege. An den drei Bildungszentren der Ortenau Kliniken wurden 2019 rund 380 Schülerinnen und Schüler in der Gesundheits- und Krankenpflege ausgebildet.

Angesichts der jeweiligen Expertise der vier Bildungszentren sehen die beiden Gesellschafter in der Fusion deutliche Vorteile. So wird die Schullandschaft in der Ortenau gestärkt, da eine Konkurrenzsituation vermieden wird. Außerdem können unter dem Dach einer Einrichtung das fundierte Fachwissen und die Erfahrung in den jeweiligen Ausbildungswegen gebündelt und positive Synergien genutzt werden. Durch die Fusion entsteht zudem ein starker Leistungspartner für Auszubildende, Ausbildungsstätten sowie Kooperations- und Verbundpartner. Nicht zuletzt erleichtert der Zusammenschluss die Koordinierung der Praxisphasen der Auszubildenden in der Pflege und stellt für Pädagogen und Dozenten einen attraktiven Arbeitgeber dar.

Die Geschäftsführung soll künftig von Andreas Heck, bisher Schulleiter des Bildungszentrums in Offenburg, übernommen werden. Für die stellvertretende Geschäftsführung ist der bisherige Schulleiter des ÖKI, Walter Anton, vorgesehen. Die bisherigen Schulstandorte, zwei in Offenburg sowie jeweils einer in Achern und Lahr, wie auch die Schulleitungen bleiben unverändert.