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Ortenau Klinikum schafft vorsorglich weitere Intensivkapazitäten

Klinikverbund reagiert auf bundesweit steigende Intensivbelegung / Weitere Einschränkungen bei planbaren Operationen unvermeidbar

Bundesweit steigt die Belegung von Intensivbetten mit Covid-19-Patienten. Auch das Ortenau Klinikum passt seine Intensivbettenkapazitäten aktuell weiter schrittweise an den zu erwartenden Bedarf an. "Uns ist bewusst, dass wir auch weiterhin dynamisch und flexibel auf das Infektionsgeschehens reagieren müssen. Das setzt organisatorische und personelle Planungs- sowie Umsetzungsarbeit voraus, ganz im Sinne unseres atmenden Konzeptes", sagt Dr. Peter Kraemer, Medizinischer Direktor des Ortenau Klinikums.

Im Laufe der Woche plant er Klinikverbund den Ausbau seiner Intensivkapazitäten für Covid-Patienten insbesondere an den Betriebsstellen in Lahr und Offenburg. Das Ortenau Klinikum in Lahr wird seinen Aufwachraum im OP als erweiterten Intensivbereich einrichten. Die Klinik muss dafür im Gegenzug seine OP-Kapazitäten um rund 40 Prozent einschränken. Das Ortenau Klinikum in Offenburg prüft derzeit, analog zum Vorgehen im Dezember, die internistische Intensivstation der Betriebsstelle St. Josefsklinik mit der Intensivstation an der Betriebsstelle Ebertplatz vorübergehend zusammenzulegen. Durch die temporäre Bündelung von Personal und Ressourcen können so weitere Intensivbetten eingerichtet werden, ohne vorerst weitere OP-Kapazitäten einschränken zu müssen. An allen Standorten werden derzeit weitere geeignete Konzepte für einen Ausbau der Intensivkapazitäten im Sinne eines Stufenplans geprüft.

"Wir müssen uns für die kommenden Wochen darauf einstellen, die intensivmedizinischen Kapazitäten weiter hochzufahren", so Dr. Kraemer. Dabei seien weitere Einschränkungen bei planbaren Behandlungen und Operationen leider unvermeidbar. Die Notfallversorgung sei davon auch in Zukunft nicht betroffen. Wie in vielen Kliniken bundesweit besteht auch im Ortenau Klinikum ein Engpass bei qualifiziertem Intensivpersonal, während die notwendigen Raum- und Gerätekapazitäten vorhanden sind.