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Pressemeldung
Klinikum

Land bestätigt weitere Investitionsförderung für die Klinikneubauten in der Ortenau

Gesundheitsminister Manne Lucha überreicht Förderbescheid für Multi-User-Zentrum an Landrat Thorsten Erny

Die Agenda „Ortenau 2030 – Zukunft Gesundheit“ erhält weitere wichtige Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg. Gesundheitsminister Manne Lucha überreichte heute im Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg einen symbolischen Scheck sowie den Förderbescheid des Landes Baden-Württemberg zur Investitionsförderung für das Multi-User-Zentrum (MUZ) an Landrat Thorsten Erny. Das Land stellt rund 73 Millionen Euro (Investitionsförderung und Planungsrate) für den Bau des Logistikzentrums auf dem neuen Klinikcampus in Offenburg zur Verfügung. Die gesamten Baukosten für das MUZ liegen bei rund 107 Millionen Euro.

Minister Lucha hebt den erfolgreichen Weg der Agenda 2030 hervor: „Mit der zentralen Logistik-Einheit am Klinikum Offenburg entsteht ein weiterer wichtiger Baustein für die Gesundheitsversorgung im Ortenaukreis.“ Das Multi-User-Zentrum sei das „schlagende Herz“, das alle Standorte des Ortenau Klinikums mit den notwendigen Ressourcen versorgt. „Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich aktiv und mit umfangreichen Förderungen am zukunftsfähigen Umbau der Kliniklandschaft im Ortenaukreis.“ In Richtung Berlin appelliert Lucha, dass der Bund endlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen so anpassen müsse, dass die Krankenhausreform praxistauglich umgesetzt werden könne und die Krankenhäuser wieder verlässlich und effizient arbeiten könnten.

Landrat Thorsten Erny freut sich über die Förderzusagen des Landes: „Das ist eine sehr gute Nachricht. Das Land bestätigt damit – so wie von uns immer mitgeteilt – dass es nach der Übernahme der Planungskosten nun auch bei den Investitionskosten für unsere Klinikprojekte finanzielle Unterstützung leistet. Die Investitionen stärken nicht nur unsere Klinikstandorte, sondern kommen vor allem den Patientinnen und Patienten im Ortenaukreis zugute. Wir danken Minister Manne Lucha und der Landesregierung für die Unterstützung unserer Agenda „Ortenau 2030 – Zukunft Gesundheit“, mit der wir auch in Zukunft die erstklassige Gesundheitsversorgung in der Ortenau sichern.“

Auch die Vorstandsvorsitzende des Ortenau Klinikums, Claudia Bauer-Rabe, begrüßt die Förderung ausdrücklich: „Diese Förderbescheide sind ein starkes Signal für die Weiterentwicklung unseres Klinikverbunds im Rahmen des Transformationsprozesses unserer eigenen Klinikreform, die bereits im Jahr 2018 auf den Weg gebracht wurde. Die Mittel fließen gezielt in nachhaltige Strukturen, mit denen wir Qualität, Effizienz und Versorgungssicherheit langfristig weiter verbessern können – ganz im Sinne der aktuellen Krankenhausreform mit Konzentration von Leistungen auf weniger Standorte, Berücksichtigung der Ambulantisierungs-Vorhaben und sektorenübergreifender Vernetzung.“

Das Ortenau Klinikum bündelt im Zuge der Agenda „Ortenau 2030 – Zukunft Gesundheit“ die medizinische Akutversorgung in der Ortenau. Hierbei werden die ursprünglich neun Kliniken auf vier Standorte in Offenburg, Achern, Lahr und Wolfach konzentriert. In Achern, Offenburg und Lahr sind jeweils Klinikneubauten mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Milliarden Euro geplant. Während die Neubauten in Achern und Offenburg bereits begonnen wurden, werden die Arbeiten in Lahr voraussichtlich Mitte 2027 starten.

Im Zuge der Konzentration hat der Klinikverbund auch die Situation der Ver- und Entsorgungsbereiche konzeptionell überdacht. So wird am größten Klinikstandort in Offenburg direkt angrenzend ein hochmodernes Multi-User-Zentrum (MUZ) als Logistikzentrum errichtet. Diese Einrichtung versorgt künftig alle vier Standorte des Ortenau Klinikums und zentralisiert Bereiche, die normalerweise an jedem Standort vorgehalten werden müssten. Dadurch entstehen Flächen- und Prozesssynergien, insbesondere im Hinblick auf den Personaleinsatz.

Der Standort Offenburg eignet sich als größte und zentral gelegene Betriebsstelle besonders für die Etablierung der zentralen Logistikstrukturen. Das Multi-User-Zentrum soll nach derzeitigem Planungsstand voraussichtlich Mitte 2028 in Betrieb gehen.

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